Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Klartext über Akzente (oder: Wo kommen Sie her?)

„Hör ich einen Akzent,?“ fragt die neue Mitarbeiterin in der Bäckerei. „Könnte das vielleicht ein englischer Akzent sein?“

„Ja, Sie hören einen Akzent“, antworte ich verhalten höflich. Dabei denke ich: Sie kennen mich nicht, und schon stellen Sie solche intime Fragen. Dann sage ich (wie immer pflichtbewusst): „Der Akzent ist aber kein englischer, sondern ein amerikanischer.“ Natürlich sag ich a-me-ri-ka-nisch und nicht etwa a-merr-i-kann-isch.

Ich hab ihre Neugier trotzdem nicht befriedigt. Denn schon hat sie die nächste Frage gestellt: „Sind Sie nur zu Besuch bei uns?“

Dschihadi John – das allerletzte Interview…

Wir befinden uns irgendwo im Jenseits…grauer Nebel…kalt…

Sprachbloggeur: Herr John, haben Sie Nachrichten gehört?

Dschihadi John: Bitte nennen Sie mich Dschihadi. Welche Nachrichten?

Sprachbloggeur: Was in Paris geschehen ist. Das vom IS verrichteten Blutbad, das so viel unschuldiges Leben vernichtet hat.

Dschihadi John: Entschuldigen Sie, wenn ich frage, aber wer ist dieser IS, von dem Sie reden?

Sprachbloggeur: Der Islamische Staat. Sie waren mal für ihn als Henker tätig.

Hotspots im Brennpunkt (Eine Lektion in der Kunst des Verdunkelns)

Bin ich der einzige, der sich so leicht einlullen lässt? In letzter Zeit höre und lese ich in den Medien ständig irgendwas über „Hotspots“. Zuerst wusste ich eigentlich nicht, was damit gemeint war. Allmählich hab ich aus dem Zusammenhang verstanden, dass „Hotspot“ gleichbedeutend mit Sammelstelle ist: ein Ort, also, wo man Flüchtlinge ansammelt, um sie zu registrieren oder gegebenenfalls ihren Antrag abzulehnen. Vorgesehen sind „Hotspots“ an der Landesgrenze verschiedener EU Mitgliederländer.

Gezeter über die falschen Freunde

Heute nenne ich Namen, weil sie Namen nennen.

Ich nenne den Namen „E-Bay“ aber auch „Home-24“ und „Ramada“ (Hotel). Ebenfalls Amazon – zumindest manchmal (etwa beim E-Book-Verkauf). Ich mache hier allerdings keine Werbung für die genannten Firmen. Im Gegenteil.

Ich will lediglich ein bisschen Dampf ablassen. Genauer gesagt: Es geht um die Ansprechformen dieser großen Firmen. Ich hab’s satt, wenn ich Werbung von den obigen Unternehmen bekomme und ich mit „P.J.“ oder „Hey! P.J.“ angebiedert werde.

Hier nackte Bilder! Huhu!

Wer schaut sich bloß diese ganzen nackten Bilder an?

Damit meine ich nicht die der Pornoseiten im Internet, sondern die der Papparazzi.

Achtung: Fremdsprachenlernen kann gesundheitsgefährdend werden

Sie möchten vielleicht eine Fremdsprache – zum Beispiel das Englische –mit der gleichen Souveränität beherrschen, die Sie in Ihrer deutschen Muttersprache an den Tag legen.

Mein Rat: forget it. Zumindest, wenn Sie einer sind wie ich. Denn mir fällt nämlich ein Phänomen anheim, das ich als „Synapsenroulett“ bezeichne. Und damit meine ich: Es ist immer Glücksache, ob mein Hirn reibungslos mitmacht.

Nachhaltigkeit beleuchtet

Der Nachhaltigkeitsgipfel in New York ist vorbei, und er hat mich – ohne Witz… nachhaltig geprägt.

Frau Merkel, z.B., die dabei war, meinte, „…alle müssen ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.“ Die Nachrichtensprecher nahmen das Wort „Nachhaltigkeit“ ständig in den Mund. Es war wahrlich der Gipfel der Nachhaltigkeit – zumindest für mich.

Doch jetzt muss ich, auch wenn’s mir äußerst peinlich ist, Folgendes eingestehen: Eigentlich hatte ich, wie ich bald feststellte, keine Ahnung, was ein Nachhaltigkeitsgipfel ist.

Steh ich allein da?

Retten Sie das Englische! Sprechen Sie Deutsch!

Bye bye, deutsche Sprache. Toodle loo! (Achtung Aussprache: tu-d‘-LU; heißt „bye bye“ oder „tata“).

Die Lage ist ernster als ich dachte, liebe Lesende. Hier der Beweis: Anfang September stieß ich auf einen Artikel in der Münchner Abendzeitung mit der Überschrift: „Schmähtitel für Münchner TU-Chef“. Es ging um eine Entscheidung des Präsidenten der Münchner-TU, Wolfgang Herrmann, dass künftig alle Master-Studiengänge der Technischen Hochschule ausschließlich auf Englisch abgehalten werden sollten. Die Begründung: Heute spreche die Naturwissenschaft Englisch.

Grundwortschatz für Flüchtlingsfans

Ich gebe zu. Ich bin ebenso zeitgeistabhängig wie fast alle. Das heißt: Schon wieder wollte ich eine dumme Polemik über das Flüchtlingsdilemma schreiben, konnte mich aber zum Glück im letzten Augenblick zurückhalten.

Stattdessen folgendes kleines, informatives Lexikon der wichtigsten Begriffe zum Thema Flüchtlinge.

Notabene: hier keine alphabetische Reihenfolge...

Mutter Merkel, Aylan Kurdi, und die Schöne Münchnerin

So will es der Zufall. Am gleichen Tag zwei ganz unterschiedliche Storys auf der Seite eins der Münchener Abendzeitung. 1.) eine über die Ankunft von 12.000 Flüchtlingen am Hauptbahnhof. 2.) die Nachricht, dass sich die hübsche zwanzigjährige Pia den Titel der Schönen Münchnerin geschnappt hat.

Auf der Seite drei liest man dann weiter übers Schicksal diverser Flüchtlingen – mit Bildern dazu natürlich. Blättert man ein paar Seiten weiter, stößt man auf Pia – und aufs große Bild. Sie trägt weiße Hotpants und schaut, so die AZ, reizend aus.

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