Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Hier erfahren Sie, warum es Gesetze gibt

Ist etwas „tierisch gut“, so freut sich PETA, d.h., die „People for the Ethical Treatment of Animals“ – so der Name der bekannten Tierschutzorganisation. PETA mag es, wenn die Tiere in ein positives Licht gerückt werden.

Vorruf zum Nachruf für das „Botnet“

Nicht zum ersten Mal schreibe ich über meine Spammer. Eine Zeitlang habe ich sie sogar richtig lieb gewonnen. Früher meinte ich, wenn von meinen Spammern die Rede war, ohnehin nur jene strebsamen Billigarbeiter in Indien, China, Bangladesch usw., die auf meine Kosten auf ihre Kosten zu kommen versuchten. Sie leisteten sorgfältige Handarbeit, um an diese Adresse Werbung für Potenzmittel, Wochenendhäuser in Polen, nutzlose Medikamente, Penisvergrößer usw. zu schicken.

Das war eine schöne Zeit. Man hatte zumindest mit Menschen zu tun.

Gegen die Frust der Zeit – diese frohe Botschaft

Beinahe hätte ich für diese Glosse eine lange Geschichte über einen jungen Mann namens Mohammed, wohnhaft im Münchener Westend, erzählt. Er will sich auf der Leopoldstraße von einem Zeichner porträtieren lassen. In meiner sehr langen Geschichte, inzwischen gelöscht, weigert sich der Zeichner den jungen Mann zu zeichnen. Warum? Weil er Mohammed heißt!

Es sollte nur ein Witz sein und außerdem die momentane Atmosphäre des Misstrauens bezeugen. Mir wurde die Geschichte ohnehin etwas zu kopflästig.

Neu aus den USA: „muslim rage“

ich habe lang überlegt. Soll ich, oder soll ich nicht.

Ja, es geht ums Brimborium ums Filmchen „Innocence of the Muslims“. Haben Sie es gesehen? Ich schon. Diesen dilettantischen Rundumschlag als Film zu bezeichnen wäre vielleicht übertrieben. Er existiert ohnehin nur als „preview“, Vorschau. Bisher kennt niemand die ganze alberne Schulhofprovokation. Existiert sie überhaupt? Auf jeden Fall: Schlecht gespielt, hölzerner Dialog, billig, dumm.

Die Fremdsprache als Fahrt auf der Titanic – eine Klage

Kennen Sie das neue Buch vom tschechischen Ökonomen Tomáš Sedláček: „Die Ökonomie von Gut und Böse“? Hier keine Schleichwerbung, obwohl der Mann nicht auf den Mund gefallen ist. Ich habe das Buch ohnehin nie gelesen, lediglich ein Interview mit dem Autor. Meine Überlegungen sind vielmehr sprachlicher Natur. Es geht um den Titel.

„Wieso heißt das Buch ‚Die Ökonomie von Gut und Böse‘“, fragte ich, „und nicht ‚Die Ökonomie von Gutem und Bösem‘ oder ‚Die Ökonomie vom Guten und Bösen‘“?

Leiden Sie am Venus-Williams-Syndrom?

Es ist eine Krankheit, eine Malaise, die Ohr, Hirn und Zunge angreift und verwirrt.

Kleine Lüge große Folgen oder: Wie ich nach München kam

Wissen Sie den Unterschied zwischen einer Lüge und einer Liege?

Für manche gibt es keinen. Zum Beispiel für Schlesier und Sudetendeutsche. Nein, das meine ich nicht als charakterliche Verleumdung. Auch Bayer unterscheiden nicht ganz. Englisch Sprechende erst recht nicht. Wie eineiige Zwillinge stehen die zwei Wörter „to lie“ und „to lie“ da – wie „tweedle-dee and tweedle-dum“, sagen wir.

Von der Nacktheit

Nacktheit. Na bitte. Was ist ja passender bei den Hundetagen? Steigende Wärme hat schon immer den Entkleidungsdrang gefördert.

Nacktheit. Das bloße Wort hat die Macht, Neugier zu erwecken. Nacktheit stößt nur selten auf Gleichgültigkeit. Vielleicht weil viele meinen: Wenn die Hüllen fallen, da lande ich bald beim noch Wesentlicheren: beim Geheimnis der Sexualität.

Warum Deutsch nicht Englisch ist

Gestern stieß ich in Spiegel Online auf folgende Überschrift: „Warum sich Seehofer an Merkels iPad stört.“

Ein einfacher Satz, den jeder Deutsche auf Anhieb versteht. Oder?

Keine Sorge. Hier stellt Ihnen der Sprachbloggeur keine Fangfrage.

Natürlich handelt es sich um einen Satz, der für jeden Deutschen ab drei Jahren sinnvoll klingt – und ist.

Für einen Englischsprechenden hingegen, der nur, sagen wir, Basiskenntnisse der deutschen Sprache hat, löst obiger Satz entweder Bewunderung oder Panik aus. Warum?

Junkmail ade – heute Praktisches beim Sprachbloggeur.

Mein Wortladen befindet sich zwar in einem obskuren Vorort jener bunten Megapolis namens WehWehWeh, er bietet seinen Kunden dennoch nicht nur tiefschlürfende Abstraktionen, dekorative Diskurse und diverse bunte Bonmots an. Wer sich die Mühe macht, auf sich den langen Weg hierher zu nehmen, findet auch mal Nützliches im Sortiment.

Deshalb heute einen hilfreichen Tipp, wie man den unermüdlichen Versendern unerwünschter Reklamesendungen, genannt: Junkmail, also Müllpost, ein Schnippchen schlagen kann.

Jawohl, Praktisches.

Seiten

Subscribe to Der Sprachbloggeur RSS